Der Selbstmanagement Podcast
00:00:00: Letzte Woche habe ich mir meine eigene Tutuliste angeschaut und mich ehrlich gefragt, wie viel davon war wirklich wichtig.
00:00:08: Das Paradox in dem Erleben ist wir waren noch nie so beschäftigt in der Menschheitsgeschichte – wie jetzt!
00:00:15: Und fühlen uns aber gleichzeitig als wären wir noch nicht so unproduktiv gewesen….
00:00:22: Das ist kein weiterer Deep-Work-Vortrag, der hier auf dich wartet in diesen Podcast.
00:00:26: Wie zum Beispiel im Podcast Folge sixhundert achtundzwanzig da kann ich dich nur sehr dazu einladen daran zu hören sondern heute geht es um etwas... Grundlegendes, nämlich um dein gesamtes Produktivitäts-Mindset.
00:00:38: Und ich stelle hier das Gesetz von Kelly Newport vor, fast im Buch Slow Productivity und warum gerade jetzt überall dieses Slow Productvity so ein großes Thema ist?
00:00:49: Und damit Hallo und herzlich willkommen in dieser Podcastfolge!
00:00:54: Gehen wir das Problem der Pseudeproduktivität ein wenig genauer an und wir müssen einfach schauen, ist es einfach sichtbare Geschäftigkeit oder sind es echte Ergebnisse?
00:01:06: Und Pseuda-Produktivität ist nichts anderes als sichtbarer Geschäftlichkeit also Ersatz für echte Ergebnisse zu liefern.
00:01:15: Zum Beispiel der Kollege, der pro Tag zwei Hundert E-Mails beantwortet und sich für Unfassigte behält aber kein einziges Projekt wirklich voran bringt.
00:01:24: Ja, woher kommt das eigentlich diese Pseudoproduktivität?
00:01:28: Eigentlich aus dem Büro Anwesenheit plus beschäftigt Aussehen.
00:01:32: Das war lange Zeit das Maß für Leistung im Prinzip.
00:01:36: Wer fleißig war wer vom Computer gesessen ist.
00:01:38: wer heftig herumgediebt hat der galtt halt dann am Ende des Tages auch als gut Obwohl er von seinen Projekten weniger weitergebracht hat.
00:01:48: also manch anderer der vielleicht nicht so beschäftigt ausgesehen hat Und das ist halt dann das große Problem dahinter.
00:01:54: Ich habe auch Zahlen dazu mitgebracht.
00:01:56: Sechzig Prozent der Arbeitszeit von Knowledge-Workern, also von Wissensarbeitern geht für Arbeit über Arbeit drauf – also Meetings, Abstimmungen, Status Updates, you name it!
00:02:07: Also all das geht da drauf.
00:02:09: Wir arbeiten viel nicht am wirklichen Projekt sondern wir stimmen uns über die Arbeit ab was natürlich auch manchmal wichtig ist keine Frage aber halt nicht sechzig prozenter Arbeitszeit.
00:02:21: Und auch wenn du dein eigener Chef bist, wenn du selbstständig bist dann kontrolliert dich in dem Fall gar niemand.
00:02:27: Also kontrollieren wir uns selbst mit derselben kaputten Logik leider, mit der selben Logik der Pseudoproduktivität.
00:02:34: und die Kernfrage, die ich hier stellen will ist wie viel von dem was Du heute gemacht hast würde in einem Jahr noch wirklich zählen?
00:02:42: Ich stelle diese Frage auch übrigens immer und immer wieder in meinen Seminaren vor, nämlich wenn es um das Thema Prioritäten setzen geht.
00:02:49: Was von dem was heute auf deiner Tutu-Liste steht bringt dich, bringt dein Projekt, deinen Unternehmen, deinen Kunden wen auch immer – in einem Jahr wirklich weiter!
00:03:00: Und dann fallen halt da viele Dinge weg….
00:03:03: Also, jetzt haben wir mal geklärt was diese Pseudoproduktivität eigentlich ist.
00:03:07: Und jetzt müssen wir einfach die drei Prinzipien von Kelly Nübert und seinem Slow Productivity also langsame Produktivitätskonzept einfach ansehen.
00:03:16: Und Prinzip eins ist relativ einfach aber leider schwer umzusetzen nämlich zu weniger Dinge nicht weniger Arbeiten sondern weniger Gleichzeitig.
00:03:27: Wir haben ja das Problem und gerade die, die da und beschäftigt sind, haben das große Problem mit Multitasking – sie haben zu viele offene Projekte!
00:03:34: Und jeder Kontextwechsel wenn du mal im Deep Work bist also wenn du wirklich im hochfokussierten Arbeiten bist kostet dich jeder Kontaktwechsel dreiundzwanzig Minuten wieder Anlaufzeit.
00:03:44: Das heißt Du brauchst einfach wenn Du Dich selbst gestört hast pro Unterbrechung wieder dreiund zwanzig minuten bis Du auf dem Produktivitätsniveau warst wo Du vorher dich befunden hast.
00:03:55: Und da sagst du einfach, okay ich ziehe jetzt eine Cappain.
00:03:59: Ich sage, ich habe maximal drei laufende Projekte gleichzeitig.
00:04:03: alles andere kommt vorerst mal auf einer Warteliste und in der Küche geht es nicht anders zu.
00:04:08: ein Koch der drei Gerichte gleichzeitig perfekt zubereitet ja das geht Einer der zwölf Döpfe am Herd schuft und zwölft Gerichte mit mit mit fünfundzwanzig anderen Sachen nebenbei macht, der wird nicht die gleiche Qualität liefern.
00:04:24: Und auch nicht den gleichen Output haben am Ende des Tages wie der Koch, der eher fokussiert davor geht.
00:04:28: also Versuch wirklich weniger Dinge zu tun, Dinge auf die Warteliste zu schreiben Projekte auf die warte Liste zu schieben und wirklich so ein Cap einzuführen dass du sagst okay ich habe drei laufender aber die drei lauffenden die mache ich dann so gut es geht.
00:04:43: Also, Prinzip eins von Kelly Newport.
00:04:45: Du weniger Dinge.
00:04:47: Prinzip zwei Arbeiter in deinem natürlichen Tempo.
00:04:51: Nicht jede Woche muss gleich produktiv sein.
00:04:53: Du kannst mal Sprintwochen haben wo du mega produktiv bist und du kannst auch mal langsame Wochen dazwischen haben, wo du halt vielleicht weniger weiter bringst was aber auch vollkommen okay ist.
00:05:04: Arbeiter In Deinem Natürlichen Tempunkt Und das ist ganz, ganz wichtig.
00:05:08: Du musst nicht jeden Montag mit derselben Energie starten.
00:05:11: Manche Wochen sind eher die Ernte-Wochen und manche Wochen vielleicht eher die Saatwochen.
00:05:16: Ich bin zum Beispiel jetzt gerade in Saat wo ich wieder den nächsten Steps an KI Agents übergebe.
00:05:22: Das heißt da bin ich ja produktiv auch natürlich aber ich arbeite jetzt nicht unmittelbar im Output Aber ich arbeide daran dass der Output durch diesen KI Agent mir Arbeit abnimmt, mir Arbeit erleichtert und B natürlich die Output Qualität erhöht.
00:05:36: und das darf durchaus so sein.
00:05:39: Und deswegen beginn einfach mal, wo du sagst ich habe es nicht.
00:05:43: Bauwoche unter Anführungszeichen, wo ich kreativ bin.
00:05:46: Wo ich vielleicht auch Strategie gestenke und dann habe ich vielleicht eine Verwaltungswoche wo ich jeder administrativ unterwegs bin und neue Routinen vererstelle und einiges mehr.
00:05:55: Du kannst das natürlich auch in Tage teilen!
00:05:57: Ich hab es in Tage geteilt.
00:05:58: Der Freitag ist bei mir zum Beispiel der Meeting-und-Admin-Tag wo ich all diese Dinge dann halt einfach mache die nichts mit Projekten zu tun hat und dafür aber habe ich Montag bis Donnerstag für meine Projekte frei.
00:06:10: Also arbeite in deinem natürlichen Tempo und versuche auch hier wirklich jetzt nicht zu faulenzen, darum geht es nicht.
00:06:16: Sondern wenn du mal weniger Energie hast dann ist das okay dass du weniger machst.
00:06:21: Im Prinzip drei von Ken Newport sei besessen von Qualität weniger Output aber jedes Stück zählt.
00:06:29: Und da sagt er halt Qualität als Filter zu setzen.
00:06:32: Wenn du weißt dass du nur drei Projekte gleichzeitig machst dann werden das automatisch die drei richtigen sein.
00:06:37: Und das ist halt meistens auch so.
00:06:39: Wenn man sich begrenzt, wenn man sich drei aussucht dann werden es eher die drei sein, die wirklich im Mehrwert bieten.
00:06:44: Zumindest wenn du die Frage zu den Prioritäten hier bedenkst und wenn du sagst okay was bringt mich?
00:06:49: Mein Unternehmen, meinem Kunden, mein Projekt in einem Jahr oder in sechs Monaten am meisten weiter!
00:06:55: Wenn du danach vorgehst, dann wirst du automatisch vollkommen automatisch die richtigen Projekte ziehen Und vor allem in Projekten fragte ich einfach, bin ich bereit das richtig gut zu machen oder will ich es nur schnell abhaken.
00:07:08: Hier geht's jetzt nicht um irgendwelchen kleinen Aufgaben dazwischen sondern hier gehts um größere Projekte und das ist definitiv wichtig!
00:07:14: Also nochmal kurz zusammengefasst die drei Prinzipien tu weniger Dinge arbeite in deinem natürlichen Tempo und sei besessen von Qualität.
00:07:23: Warum ist das gerade jetzt oder in Zukunft besonders relevant?
00:07:27: Diese slow-produktivitivikale Newborn des Neint?
00:07:30: Naja, einerseits haben wir einen Generationswechsel.
00:07:33: Die Anti-Hassel Schiff sozusagen wie es Kelly Newport nennt von der Genset die die bis ehrenend Burnout Generation beobachtet hat und die sagt nein danke!
00:07:43: Und deswegen ist es auch hier kein Fallheitstrend sondern es geht darum das ein ausgeruhtes Gehirn in der Wissensokommunik mehr schafft als ein erschöpftes.
00:07:54: Und du kannst hier die Analogie zum Spitzensportler nehmen.
00:07:57: Ein Spitzinsportler trainiert nicht zwölf Stunden pro Tag, das würde auch gar nicht aushalten.
00:08:00: Dennyspieler selbst wenn er noch so ein Start in einem Spiel ist, trainiert vielleicht zwei, zweieinhalb, drei Stunden pro tag.
00:08:06: der Rest ist Regeneration und ähnliches.
00:08:09: Er trainiert smart und er regeneriert gezielt.
00:08:14: Wir glauben halt weil wir uns vielleicht nicht körperlich verausgaben bei unserer Arbeit Weil wir halt vom Computer sitzen Ist das nicht so?
00:08:21: Sind diese Regeln außer Kraft gesetzt?
00:08:23: und das ist definitiv falsch.
00:08:24: Diese Regeln sind nicht aus der Kraft gesetzt, du musst genauso regenerieren wie ein Spitzensportler wenn du Höchstleistungen mit deinem Gehirn einfach vollbringen willst!
00:08:35: Und der Glut daran ist Slow Productivity.
00:08:37: Also langsamer Produktivität macht dich nicht langsame es macht dich schneller bei den Dingen die wirklich zählen und damit kommst Du wieder schneller voran.
00:08:47: Und ich habe dir in dieser Podcastfolge auch einen Startplan mitgebracht, wie du diese Slow Productivity-Boosten kannst sozusagen.
00:08:54: Dieser Startplan startet natürlich mit Schritt eins, dass du mal eine Projektinventur machst.
00:08:59: Schreib alles auf was du gerade am Laufen hast.
00:09:01: Alles raus aus dem Kopf, alles raus von den Totulisten, alles auf einer extra Blatt Papier oder in ein extra Notiz oder was auch immerhin ein wirklich alles.
00:09:11: und dann streiche oder bossiere alles bis auf drei Projekte.
00:09:15: im Schritt zwei Machst du dann zwei feste Deep Work Blöcke A-Ninzig Minuten pro Tag?
00:09:22: Wenn das nicht geht, einer tut's auch.
00:09:25: Wenn das auch nicht geht einmal sechzig Minuten geht auch gerade noch aber viel weniger soll es schon nicht mehr werden.
00:09:31: Idealerweise zwei fester Deep Work Blocke pro Tag!
00:09:35: Keine Meetings, kein Slack, keine E-Mail, keine Ablenkung in diesen zwei mal neunzig Minuten sondern voller Fokus auf genau eines dieser drei Projekte.
00:09:47: Und im Schritt drei machst du dann am Freitag ein kurzes Review, eine kurze Reflexion.
00:09:51: Was habe ich diese Woche wirklich bewegt?
00:09:53: Nicht was hab' ich abgehakt!
00:09:55: Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
00:09:57: ob Du Einhundert Aufgaben abgehackt hast oder ob Du wirklich in Deinen Projekten was vorangebracht hast das sind zwei vollkommen unterschiedlichen paar Schuhe und das ist wirklich etwas was gut und Ich spreche gleich auch Eine Warnung aus dass fühlt sich Am Anfang falsch an Weil weniger tun im ersten Moment Schuldgefühl erzeugt.
00:10:16: Und das ist auch vollkommen normal und genau das Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist.
00:10:21: Das heißt du wirst dich am Anfang falsch fühlen!
00:10:23: Du wirst mit Schuldgefühlen geplagt fühlen.
00:10:26: aber genau das ist der richtige Punkt.
00:10:29: also Projektinventur Deep Work implementieren und Review, was habe ich wirklich bewegt?
00:10:35: Und fühl dir an diesem Freitag oder von mir so am Samstag, wann auch immer du deine Wochenreflexion machst.
00:10:39: Fühl dir das wirklich zu Gemüte!
00:10:41: Fühl dich das wirklich vor Augen!
00:10:43: Habe ich jetzt nur
00:10:44: abgehackt?!
00:10:45: Oder was hab' ich wirklich bewegt?
00:10:52: Wahnsinn, was da weitergegangen ist!
00:10:54: Weil wenn du zwei Deep Work-Böcke hast dann ist es automatisch Wahnsinn.
00:10:58: Was da weiter gegangen ist.
00:10:59: Wenn ihr der Begriff Deep Work noch nicht sagst wie gesagt schaut vorbei in Folge sixhundert achtundzwanzig.
00:11:04: da haben wir uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt und vielleicht kennst Du Menschen die vielleicht auch ein bisschen Slow Productivity in ihr Leben bringen sollten und falls dem so ist dann freue ich mich sehr wenn Du diese Podcast Folge an die betreffenden Menschen weiterhin fielst.
00:11:18: ein großes Dankeschön hierfür von meiner Seite.
00:11:22: Also fassen wir nochmal zusammen.
00:11:24: Weniger tun, natürliches Tempo Qualität für Quantität das sind keine Ausreden sondern das ist eine Strategie die du ab sofort nutzen kannst.
00:11:31: und als Sofortmaßnahme nehmt ihr jetzt fünf Minuten auf schreib deine aktuellen Projekte auf und setze wirklich alle bis auf drei auf Pause oder schmeiße auch weg.
00:11:41: es gibt sicherlich genug Projekter die du einfach in den Papierkopf schmeißen kannst und gut ist.
00:11:46: Und natürlich wenn du tief in dieses Thema einsteigen willst dann lad ich dich recht herzlich ein in die Mangold Academy.
00:11:53: Dort erfährst du natürlich noch viel, viel mehr.
00:11:55: den Link dazu findest Du natürlich ebenfalls in den Schonots!
00:11:59: In diesem Sinne vielen Dank dass Du dabei warst.
00:12:01: Ich wünsch Dir viel Erfolg bei der Umsetzung des Slow Productivity.
00:12:04: Wenn Du noch eine Sekunde Zeit für mich hast freue ich mich wenn Du diesen Podcast bewertest auf Apple Podcasts Spotify oder wo auch immer das möglich ist.
00:12:11: Vielen lieben Dank dafür und in dem Sinne mach's gut und genießt den Tag tschau-tschau.